Hola,
nach etwas längerer Abstinenz gibt es nun wieder ein paar Zeilen. Diese Mal muss ich etwas tiefer in der Erinnerung kramen, denn im Nationalpark Torres del Paine war ich schon Anfang April. Glücklicherweise habe ich mir damals schon Notizen gemacht, die mich jetzt an die kleinen Dinge erinnern lassen, welche man sonst so schnell vergisst.
Der Nationalpark liegt nördlich von Puerto Natalas, was wiederum nordwestlich von Punta Arenas liegt. Mitten in lediglich hügeligem Gelände und nord-westlich begrenzt vom Inlandeis ist er ein kleines Paradies aus mächtigen Türmen, Gletschern und Lagunen, insbesondere für Trekker.
Diesmal war ich alleine unterwegs und hatte mir die große Runde ausgeguckt, die 8-10 Tage dauern sollte. Etwas südlich beginnend läuft man auf die Torres zu und umrundet sie dann, sodass der Weg auf der Karte wie ein “Q” aussieht. Tatsächlich gibt es noch eine populäre Alternative, das “W”. Aber dazu später mehr.
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Hi,
angekommen in Punta Arenas blieb mir gar nicht viel Zeit zur einen Tag spaeter startenden Trekking-Tour nach Ushuaia nein zu sagen. Gleich am naechsten Tag 8:00 Uhr sollte es losgehen. Sebastians Schwester Chistin, ihr Freund Christian sowie Jonathan, ein Praktikant der letzten Saison, luden mich ein, an ihrem Vorhaben teilzuhaben. Schnell waren noch einige Einkaeufe erledigt sowie die noch fehlende Ausruestung zusammengepackt und schon war ich bereit fuer mein erstes suedchilenisches Abenteuer. Aber halt: (weiterlesen…)
Hola,
es hat doch ein ganzes Weilchen gedauert, aber nun bin ich doch gut in Punta Arenas angekommen. Aber nun, da jegliche Spannung ueber den Ausgang dieser “Episode” genommen ist, kann ich zu den Details kommen.
Fast eine Woche ist es her, da hab ich Dresden am 13.03. vorerst den Rücken gekehrt, um mal ganz woanders neue Erfahrungen zu sammeln. Und alleine der Weg hierher bot einiges für Erfahrungssammler.
Die erste schmerzliche Erfahrung war natürlich (weiterlesen…)
Hola,
nun ist wieder eine spektakulaere Woche zu Ende gegangen und ich bin aus verschiedenen Gruenden nicht dazu gekommen, einen Beitrag zu schreiben. Das soll nun nachgeholt werden.
Etwas erschoepft sind wir also vom Huayna Potosi wieder zurueck gekommen und mit froher Erwartung am naechsten Morgen in den Bus nach Rurrenabaque gestiegen. 18 Stunden hatte man uns verheissen, denn der Bus sollte sich vom Hochland um La Paz ins ueber 3000m tiefer liegende Beni-Tal entlang einer riskanten strasse schlaengeln. Puenktlich eine Stunde nach Plan fuhr der Bus dann auch schon los … zumindest eine Querstrasse weiter, um weiter zu warten und irgendwann machte er sich dann auch auf den Weg.
Zunaechst ging es vorbei am Ausgangspunkt des “El Choro” (vgl. Beitrag von 09/2006) und dann das erste (ungefaehrliche) Stueck der “Death Road” (vgl. Beitrag von 09/2006) hinunter. Da wo ich letztes Jahr mit dem Mountainbike abgezweigt bin, sind wir dann gerade weiter auf der neuen Strasse gefahren, welche seit letztem Jahr fertig (!) geworden ist, naja zumindest fast. Irgendwann war dann aber auch dieser Traum aus und weiter ging es auf recht gefaehrlicher Strasse. Man stelle sich einen steilen Abhang vor, in den eine schmale Strasse in den Dreck gehauen ist … Interessanterweise herrscht dort Linksverkehr, also sassen wir immer aussen am Abgrund. Ich bin eigentlich schon etwas abgehaertet, aber selbst mich hat diese Strasse ganz schoen aus der Ruhe gebracht. Franziska begnuegte sich mit schweissnassen Haenden.
Gegen Abend kamen wir in einem kleinen Staedtchen an – Caranavi. Dort gab es etwas zu Essen und die Gewissheit, dass der spektakulaere Teil der Fahrt vorbei sei – vorerst. Weiter ging es durch die Nacht auf einer nicht mehr enden wollenden Schotterpiste durch den Dschungel. Im Bus roch es schon ziemlich eklig, denn die mittlerweile reichlich 25º C Aussentemperatur in der Nacht sorgten dafuer, dass auch der Letzte schwitzte. So schliefen wir dann, waehrend uns ein kleines Kind munter davon abzuhalten versuchte.
Gegen 5.00 Uhr morgens wurde ich von einem rythmischen Haemmern gegen den Bus geweckt. Wir standen mitten im nirgendwo und hatten zu allem Unglueck noch eine Reifenpanne. Der kaputte Reifen an sich war nicht das Problem, doch war die Crew voellig unfaehig, ihn zu wechseln, denn mindestens Werkzeug haette dazu vorhanden sein muessen. So entschloss man sich dann nach einer geschlagenen Stunde, weiter zu fahren. Und tatsaechlich erreichten wir nach kurzer Zeit eine Werkstatt. Reifen gab es dort zu genuege, doch fehlte weiterhin das richtige Werkzeug. Und dann musste ich innerlich lachen, als sie versuchten, eine Radmutter mit Meissel und Hammer abzuschlagen. Nach einer weiteren reichlichen Stunde begnuegte man sich mit erneutem Aufpumpen. Und es sollte bis Rurrenabaque reichen, welches wir dann schon gegen 10:15 Uhr erreichten.
Wir hatten bereits in La Paz einen Ausflug in die Pampas gebucht, fuer den wir haetten 08:30 Uhr da sein muessen. Das hatte sich dann erledigt, doch konnten wir dann einen Tag spaeter anfangen. Aber dazu spaeter mehr …
Ciao, Matthias
Hola,
nur damit sich keiner Sorgen macht: Wir sind momentan in Rurrenabaque, nördlich von La Paz. Nach einer 3-Tages-Expedition in die tierreiche Pampa werden wir heute eine weitere längere in den Dschungel starten. Ausführliche Erzählungen gibt es im Anschluss daran.
Hasta luego, Matthias und Franziska